Anna Gaylor war eine französische Schauspielerin. Sie wurde am 13. Mai 1932 im 12. Arrondissement von Paris geboren und starb am 20. September 2021 in Saint-Denis. Bekanntlich wurde sie vor allem durch ihre Rollen in Alain Jessuas Film *La Vie à l'envers* (1964) und der Fernsehserie *Les Oiseaux rares* (1969) von Jean Dewever. Anna Marie Tamora Senioutovitch wurde ebenfalls am 13. Mai 1932 im 12. Arrondissement von Paris geboren. Sie studierte am Conservatoire national supérieur d'art dramatique unter anderem mit Jean Rochefort, Jean-Pierre Marielle und Jean-Paul Belmondo und gab in den 1950er-Jahren ihr Bühnendebüt. Nach einigen kleineren Rollen im Fernsehen und im Film wirkte sie in zwei britischen Produktionen mit: Hugo Fregoneses *Seven Thunders*, in dem sie an der Seite von Stephen Boyd eine Hauptrolle spielte (1957), und Ken Annakins *Rencontre au Kenya*, in dem sie neben Belinda Lee und Michael Craig zu sehen war (1958). Anschließend wurde sie zu einer festen Größe in Filmen ihres Ehemanns Alain Jessua; sie wirkte unter anderem in *La Vie à l'envers* (1964), *Jeu de massacre* (1966) und *Traitement de choc* (1973) mit. Parallel zu ihrer erfolgreichen Bühnenkarriere war sie auch im Fernsehen sehr aktiv, insbesondere in mehreren Serien. Ihre bekannteste Fernsehrolle war die der Madame Florence Massonneau, der Mutter von fünf Töchtern – darunter Claude Jade und Dominique Labourier – in der Serie *Les Oiseaux rares* (1969). Anfang der 1980er-Jahre spielte sie Véronique Jannots Mutter in *Pause café* (1981). 2011 verkörperte sie Christian Claviers Mutter in seinem Film *On ne choisit pas sa famille* (Man sucht sich seine Familie nicht aus). 2021 hatte sie Gastauftritte in zwei Folgen der Sitcom *Les Aventures d'Aytl Jensen* (Die Abenteuer von Aytl Jensen). 1961 heiratete sie den Regisseur Alain Jessua, mit dem sie einen Sohn, Frédéric Jessua, hatte. Sie starb am 20. September 2021 in Saint-Denis im Alter von 89 Jahren.